Die Ordensleute im Bistum Mainz feierten am Donnerstag, 02. Februar 2012, zum 11. Mal den “Tag des geweihten Lebens”. Zu diesem Fest waren über 150 Ordensfrauen und –männer, Mitglieder der Säkularinstitute und Gottgeweihte Jungefrauen in die Kath. Pfarrgemeinde St. Pankratius nach Mainz-Hechtsheim gekommen.
Weihbischof Dr. Werner Guballa, Bischofsvikar für die Geistlichen und Ordensleute im Bistum Mainz nahm an dieser Veranstaltung teil und feierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Kirche St. Pankratius ein Pontifikalamt: Er stellt den Begriff “Hingabe” in den Mittelpunkt seiner Predigt: “Hingabe ist mehr als ein Wort. Das wissen Menschen, die eine Lebensentscheidung getroffen haben. Das wissen Unverheiratete ebenso wie die Eheleute von Ihrer Entscheidung zur Hingabe an den gemeinsamen Weg, das wissen die Frauen und Männer des geweihten Lebens, und das wissen Priester und Diakone durch ihre Entscheidung, zu der sie in ihrer Berufung Ja gesagt haben.”
Weiter sagte Guballa, dass Hingabe auch heißt, Dinge zu verschenken, da “sie mein Eigentum und damit meiner Verfügung unterworfen sind”. Schwer sei es, Zeit, Gefühle, Erkenntnisse, Können, Liebe oder Freundschaft zu verschenken. “Denn all diese Dinge besitze ich ja nicht wie ein Eigentum, ich kann sie nicht weggeben, wie ein Ding, sondern ich kann sie teilen und durch sie Anteil geben. Ich kann offen werden durch sie mit meinem Leben”, unterstrich der Weihbischof.
Begonnen hat der Nachmittag bei froher Begegnung mit Kaffee und Kuchen im Pfarrzentrum.
Danach hielt Pater Benedikt Nettebrock, OSB vom Kloster Jakobsberg ein Referat “Die Jüngerschule im Johannes-Evangelium – Was wir von den ersten Jüngern lernen können” mit anschließendem Austausch anhand von Impulsfragen.
Dass sehr viele Gemeindemitglieder zum Gottesdienst mit Kerzenweihe und Lichterprozession gekommen waren, hat deutlich werden lassen, dass der eine Geist viele unterschiedliche Berufungen bewirkt, die alle dem Aufbau der Gemeinde dienen.